Neuer Wind beim SV Babelsberg 03

Der Tagesspiegel vom 22.06.2011 berichtet über den Beginn vom Ex-Herthaner Klaus Brüggemann als neuer Geschäftsführer bei dem SV Babelsberg 03. Der Drittligist Babelsberg war in der letzten Saison vor allem durch seine finanzielle Krise und durch personelle Skandale in den Medien. Aufgrund einer Deckungslücke von der Hälfte des 3,1 Millionen-Etats drohte der Zwangsabstieg, nach einer Durchsuchung der Geschäftsstelle flogen jahrelange illegale Finanzmanipulationen auf. Zwei Vorstandsmitglieder – Peter Paffhausen, Leiter der Potsdamer Stadtwerke und Hauptsponsor des SV Babelsberg sowie der Vereinspräsident Rainer Speer – mussten von ihren Ämtern zurücktreten, wie die Berliner Morgenpost am 11.07.2011 berichtete.
Nachdem durch eine Bankbürgschaft, städtische Mittel und großzügige Spenden von Fans in letzter Sekunde der Etat ausgeglichen und die Lizenz gerettet werden konnte, steht der Potsdamer Traditionsverein nun vor dem Neuanfang, so der Tagesspiegel.
Für die Leitung dieser verantwortungsvollen Aufgabe konnte mit dem Finanz- und Sponsoring-Experten Klaus Brüggemann ein prominenter Mitstreiter ins Boot geholt werden. Der aus dem Ruhrgebiet stammende Brüggemann half in den 90er Jahren mit, HERTHA BSC vor dem drohenden finanziellen Kollaps zu retten – bis 2010 stieg der Jahresumsatz von 6 auf über 80 Millionen. Zuletzt fungierte er dort als Präsidiumsmitglied und war als Finanzberater für diverse Vereine im Ausland tätig.
Dass er für den Wechsel seinen bisherigen Posten bei HERTHA BSC aufgeben muss, schmerzt ihn zwar, doch gerne stellt er sich der neuen Herausforderung und bringt seine langjährige Erfahrung als Sportmanager – und in der Rettung angeschlagener Vereine – mit großer Motivation für Potsdamer Verein ein.
Bei der Sanierung Babelsbergs zählt Brüggemann auf die Fans und neue Sponsoren. Mit dem Slogan „Berlins geilster Verein – näher dran geht’s nicht“ setzt Babelsberg auf seine Nähe zur Hauptstadt und die Erschließung neuer Zielgruppen, auch in Berlin. Über die Erfolge dieser Taktik berichtet die Morgenpost: innerhalb kurzer Zeit konnten statt 450 600 Dauerkarten verkauft werden und die Zahl der Stadionbesucher stieg von 2800 auf 4000. Und mit der umfassenden Renovierung des Karl-Liebknecht-Stadions zeigt der Verein auch optisch jedem Besucher seinen gelungenen Neustart.
(Tagesspiegel, 22.06.2011, Berliner Morgenpost, 11.07.2011)

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